7 Gedanken zu „Keine Kinderfotos im Social Web“

  1. Schon vor Jahren haben sich (wenige) Eltern gewehrt, wenn ich als Reporter einer Lokalzeitung Fotos bei Veranstaltungen fotografiert habe. (Die meisten wollten, dass ihre Kinder möglichst groß im Blatt sind.) Ich fand das immer lächerlich und verbiestert. Egal.

    Heute – die Weisheit des Alters? – sehe ich das anders. Und vor allem bei Facebook.

    Die Dimension ist eine ganz andere als ein grobrastiges SW-Gruppenfoto auf Papier, in dem am anderen Tag Heringe eingewickelt werden. Gesichstkennung und das ewige Gedächnis des Web, der Datenhunger von Kraken wie Facebook, überhaupt der schon pathologische Geltungsdrang vieler im WEB 2.0, ich wollte meine Kinder auch nicht auf Zuckerbergs Plattform haben.

    Wenn eine Schule also meint, ausgerechnet aus FB eine Seite haben zu müssen (Klar, Pappa von klein Lisa und x Personen gefällt das) ist das Problem. Das ist mangelnde Sensibilität der Lehr(oder Leer-)körpers für Fragen des Datenschutzes – und genau da sollte man ansetzen. Uber Kinderrechte und Persönlichkeitsrechte faseln und im Fratzenbuch Kinderchen präsentieren ist so widersinnig wie eine Facebookgruppe gegen Google Street View zu eröffnen.

    Und ob die Schule Kinder von einer Veranstaltung ausschließen darf um so eine Selbstdarstellung bei FB rechtlich abzuklopten so überaupt zulässig ist, das würde ich mal mit einem Anwalt bzw. mit der Schulaufsicht besprechen.

    Ach ja, wieso ist es nicht wie schon vor 30 Jahren möglich bei einer solchen Veranstaltung nicht so zu fotografieren, dass die betroffenen Kinder eben dann nicht (erkennbar) abgebildet werden?

    JO

    P.S. Eine Facebookgruppe „Keine Kinder Fotos im social web“ – muss ich das verstehen? Man lebt – auch im Internet – ganz gut ohne FB, und wenn man alle Buttons und Zudringlichkeiten der Zuckerbude blockt noch besser…..

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